Aufenthalt in Bergamo im Rahmen des Rotary-Projektes

Trinationales Rotary-Core-Projekt

In welcher Sprache kommunizieren wir, wenn wir 6 SchülerInnen aus ,Deutschland auf 6 SchülerInnen aus Italien und weitere 6 SchülerInnen aus Frankreich treffen? Haben wir Gemeinsamkeiten, gemeinsame Werte und Ziele? Können wir als Generation durch internationalen Austausch voneinander profitieren und Europa für die Zukunft stark machen? Die Chance, diese Fragen zu beantworten, bat sich uns im Rahmen des CORE(Cooperation of Rotarians for Europe)-Projektes.

Rotary ermöglichte uns zwei einwöchige Treffen. Ein Treffen in Heilbronn hatte bereits im Januar stattgefunden. Ende Mai kamen wir nun in Bergamo zusammen, um ein politisch bedeutsames Thema zu bearbeiten. Wir einigten uns auf ein Thema, das uns allen wichtig war: „Health Equality“, also gleiche Chancen auf medizinische Versorgung in der EU. Wie unterscheiden sich Herausforderungen und Systeme innerhalb der EU und was verbindet uns? Unsere Überlegungen und Lösungsansätze, sowohl auf individueller, als auch auf Bundes- und EU-Ebene, stellten wir am Präsentationsabend gemeinsam der italienischen Rotary-Gemeinschaft vor.

Ein Highlight für alle Teilnehmer der trinationalen Gruppe waren die spontanen Spieleabende im „sala comune“, dem Gemeinschaftsraum des wunderschönen, architektonisch beeindruckenden Klosters, in dem wir übernachteten. Es stellte sich heraus, dass die Spiele „Imposter“ und „Werwolf“ international bekannt waren und hervorragende Möglichkeiten boten, sich in internationaler Kommunikation und Zusammenarbeit zu üben.

Während der ausgiebigen Abendessen in italienischen Restaurants tauschten wir uns über Sprache und Kultur aus. Wie hört sich die Jugendsprache in unseren jeweiligen Muttersprachen Sprachen? Als eindeutigen gemeinsamen Einfluss erkannten wir die englische Sprache, aber auch kulturell geprägte Redewendungen und Bezeichnungen fielen uns auf. Die jeweiligen Schulsysteme waren am Esstisch ein ebenso häufiges Thema, zum Beispiel die unterschiedlichen Formen der Notengebung. Auch der Alltag am Internat der französischen TeilnehmerInnen war ein spannendendes Gesprächsthema. Wir hatten die Gelegenheit, die Schule der italienischen TeilnehmenInnen zu besuchen, sowie Bergamo und Mailand im Rahmen von Stadtführungen kennen zu lernen.

Der unvermeidliche Abschied fiel allen TeilnehmerInnen äußerst schwer. Aber wir sind alle zuversichtlich, dass es kein Abschied für immer sein wird und dass wir auch über die räumliche Entfernung in Kontakt bleiben, vielleicht sogar innerhalb der nächsten Jahre ein Wiedersehen organisieren können.

Rückblickend können wir behaupten, dass wir alle dieselben fundamentalen Werte und Vorstellungen hatten, aber verschiedene Ideen für die Annäherung an diese Vorstellungen an den Tisch bringen konnten. Die internationale Kommunikation erfolgte nahezu problemlos auf Englisch — und wenn einem doch mal die Worte fehlten, half man sich gegenseitig.

Das CORE-Projekt hat uns gezeigt: Wir als Generation der Zukunft sind in der Lage, in Sachen internationaler Zusammenarbeit in Europa mit gutem Beispiel voran zu gehen.

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