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Den politischen Alltag in Straßburg kennenlernen

 

Exkursion der 9. Klassen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums zum europäischen Parlament in Straßburg

„Meinen ganz persönlichen „Europa-Moment“, den hatte ich als Jugendlicher mit meinen Eltern in Verdun, als ich die vielen, vielen Gräber sah.“ So schildert Marco Haaf, Schulleiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Neckarsulm, seine Beziehung zu Europa anlässlich der Fahrt der 9. Klassen zum europäischen Parlament nach Straßburg am 15. Februar 2019. Hier horchen die Schülerinnen und Schüler auf und lassen sich ein auf die Frage „Und wie stehst du zu Europa?“

Empfangen wurde die Schülergruppe in Straßburg von Rainer Wieland, einem der vierzehn stellvertretenden Präsidenten des europäischen Parlaments, der im Oktober 2018 bereits in Neckarsulm war, um der Schule den Titel „Partnerschule für Europa“ zu verleihen. Er nimmt sich viel Zeit, um auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler einzugehen und schildert seinen Alltag als europäischer Abgeordneter. Auf die Frage, ob er schon immer europäischer Abgeordneter werden wollte, gibt er offen zu, dass dies keineswegs sein Plan war und die Entscheidung, nach Straßburg zu gehen ihm zum damaligen Zeitpunkt als junger Anwalt einigen Mut abverlangte. Mut gehörte auch für den Vater Europas, Robert Schuman, dazu, als er - nur wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges – in Frankreich dafür warb, auf die Deutschen zuzugehen. Dies führte 1963 zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag und später zur Gründung der Europäischen Union. Still wird es bei dem Bericht Rainer Wielands von einer Flaschenpost, die erst vor wenigen Jahren in einem alten Bauerngehöft um Verdun herum gefunden wurde. Darin entdeckte man einen Brief junger deutscher Soldaten aus dem Jahre 1916, die sich an die zukünftigen Generationen wenden und erklären, dass sie „den Krieg verabscheuen und (…) unsern Enkeln (….) ein geeintes Europa, Freundschaft zwischen den Völkern wünschen.“ Diese Worte berühren die Schülergruppe aus Neckarsulm, für die Europa heute gelebte Realität ist: Schüleraustauschprogramme mit Frankreich, Spanien, USA und Japan gehören für die ASG-Schüler zum Schulalltag. Kleiner Wermutstropfen für die begleitenden Lehrer: die Wahlen zum europäischen Parlament am 26. Mai in diesem Jahr waren den Schülern nicht präsent. Beim Gang durch den großen Plenarsaal des Parlaments erläutert Rainer Wieland den Schülern die Sitzordnung, die die Abgeordneten nach politischer Ausrichtung gruppiert und nicht nach nationaler Zugehörigkeit. Beim Ausblick im 14. Stockwerk über das sonnige Straßburg zeigt Rainer Wieland den 9. Klässlern die verschiedenen europäischen Gebäude sowie die Thomaskirche, in der einst unser erster deutscher Bundespräsident, Theodor Heuss, mit seiner Elly Knapp getraut wurde und zwar von Albert Schweitzer.

Auch das Büro des stellvertretenden Präsidenten des Parlaments dürfen die Schüler aus Neckarsulm sich anschauen. Hier wird ein 10. Klässler des ASG bald sein berufsorientierendes-Praktikum absolvieren, um vielleicht auch vom europäischen Gedanken gepackt zu werden.

Als „Partnerschule für Europa“ wird das Albert-Schweitzer-Gymnasium regelmäßig Fahrten zum europäischen Parlament für die 9. Klassen organisieren, wie Schulleiter Marco Haaf erklärt. Bleibt zu hoffen, dass das Europa der Zukunft von jungen Europäerinnen und Europäern gestaltet wird, die die „Utopie Europa“ kreativ und mit Mut zu neuen Ideen weiterentwickeln.

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SWR-Beitrag | "Schwimmen in der Schule"

Der Anteil der Fünftklässler, die gar keinen Kontakt mit Wasser hatten, nimmt mehr und mehr zu. Wir sind der Meinung: Schwimmen ist der einzige Unterricht in der Schule, der einmal Leben retten kann.Marco Haaf, Schulleiter Albert-Schweitzer-Gymnasium
Hier der Link zum Beitrag von SWR Aktuell: Beitrag

Hier das Interview mit Schulleiter Herrn Haaf:

Natürlich darf auch der Radio-Beitrag nicht fehlen ... einfach mal reinhören:

Auch den Artikel von SWR Aktuell können Sie unten lesen ...


Schwimmstunden an Neckarsulmer Schule

"Der einzige Unterricht, der Leben retten kann"

In den vergangenen Jahren machten viele Badeunfälle Schlagzeilen - manchmal sogar mit tödlichen Ausgang. In Neckarsulm versucht man früh gegenzusteuern: mit regelmäßigem Schwimmunterricht.

Im Neckarsulmer Sportbad beim Aquatoll ist schon am frühen Morgen mächtig was los: An einer Seite springt ein halbes Dutzend Kinder unter Anleitung vom Einser-Sprungbrett, ein paar Meter weiter zieht eine Handvoll Gleichaltrige mit routinierten Bewegungen ein paar Bahnen. Es ist Schiwmmunterricht bei zwei fünften Klassen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG) Neckarsulm. Hier steht Kraulen, Tauchen und Rückenschwimmen auf dem Unterrichtsplan.

Schulschwimmbecken, Schwimmbäder und Lehrer fehlen

Regelmäßiger Schwimmunterricht ist in Schulen nicht mehr selbstverständlich, schon gar nicht in Grundschulen. Die Gründe sind vielfältig: Lehrer und eigene Schulschwimmbecken oder Schwimmbäder, die schnell zu erreichen sind, fehlen vielerorts. Wenn eingespart werden muss, dann steckt zuerst der Schwimmunterricht zurück, sagt auch ASG-Schulleiter Marco Haaf. Das stellt er auch bei den frisch aufs Gymnasium gewechselten Schülern fest. Häufig könnten Fünftklässler nicht schwimmen oder nur in Grundzügen.

Immer weniger Fünftklässler, die schwimmen können

Das Neckarsulmer Albert-Schweitzer-Gymnasium ist in einer komfortablen Lage: ein Bad direkt vor der Nase, mit den Sport-Union-Schwimmern ein engagierter Verein im Boot, genug ausgebildete Lehrer. Zudem gibt es mit Haaf einen Schulleiter, der selbst schonmal in Shorts, Shirt und Flipflops am Beckenrand die Aufsicht über die Fünfer übernimmt.

Neckarsulmer Sport-Union sieht gesellschaftliche Aufgabe

Das Ganze müsste schon viel früher, in Kindergärten und Kindertagesstätten, ansetzen, so Haaf. Ihm stimmt Christian Hirschmann von den Schwimmern der Neckarsulmer Sport-Union zu. Zeitgleich mit den Schülern trainieren die Vereinsschwimmer, die schwer erfolgreich in großen Wettkämpfen unterwegs sind, auch international. Aber der Verein setzt sich auch sehr für den Schwimmunterricht ein. Dabei geht es weniger um Talentsuche, sagt Hirschmann. Die Sport-Union-Schwimmer sehen ihre gesellschaftliche Aufgabe darin, dass wirklich jeder in jungen Jahren richtig schwimmen kann.

Quelle:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/Schwimmstunden-an-Neckarsulmer-Schule-Der-einzige-Unterricht-der-Leben-retten-kann,neckarsulm-schwimmunterricht-100.html

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