ASG gewinnt Kulturlandschaftspreis

PUBLISHED 11 Jul 2019 CATEGORY
MODIFIED Last modified on Thursday, 11 July 2019 15:21

 

Kulturlandschaftspreis 2019:

Landschaftspflege in vielen Facetten und ein Weinberg als Lernort STUTTGART. Eine bedrohte Kulturlandschaft am Rande der Stadt wieder erlebbar machen – in allen ihren Facetten, von Weinbau, Gartennutzung, artenreichen Wiesen und naturnahen Erholung bis zu ihrer Bedeutung für die Volksfrömmig‐ keit: Das ist das Ziel des ehrenamtlichen Bürgerprojektes „Lebensraum Weggen‐ tal“ aus Rottenburg am Neckar. Hierfür wurde es nun ebenso wie fünf weitere Preisträger mit dem Kulturlandschaftspreis 2019 ausgezeichnet. Einer davon ist auch Träger des diesjährigen Jugendpreises.  Alle sechs Preisträger, von Neckar‐ sulm bis nach Irndorf auf der Südwestalb, machen mit ihrem Engagement deut‐ lich, dass die Auseinandersetzung mit den Ressourcen unserer Landschaften und deren Pflege, das Weitergeben von Wissen sowie Einblicke in ökologische Zusam‐ menhänge überall im Land als generationsübergreifende Aufgaben angenommen sind.  Weitere drei Sonderpreise wurden an Kleindenkmal‐Initiativen vergeben. Wer sich in Württemberg, Hohenzollern und den angrenzenden Regionen um den Erhalt von Streuobstwiesen, Wacholderheiden, Trockenmauern und anderen land‐ schaftsprägenden Elementen kümmert, kann sich um den Kulturlandschaftspreis bewerben, den der Schwäbische Heimatbund und der Sparkassenverband Baden‐ Württemberg jährlich ausloben. Wie vielfältig die Projektansätze und Initiativen sind, machen die diesjährigen Preise deutlich. Die Jugendpreisträger – Schüler des Albert‐Schweitzer‐Gymnasiums in Neckarsulm – nutzen als wohl einzige Schüler‐ Weinbaugenossenschaft Deutschlands die Bewirtschaftung eines Steillagenwein‐ bergs zum schulischen Lernen.   Um Steillagenweinbau geht es auch bei Reinhold Reuschle aus Besigheim.  Jörg und Bettina Schmid aus Owen sichern mit Schafen und Ziegen die Erhaltung der von Beweidung geprägten Landschaft am Albtrauf rund um die Burg Teck, während sich das Bürgerprojekt aus Rottenburg am Neckar die Rettung und Wiederherstellung einer naturschutzbedeutsamen Kulturlandschaft in allen natürlichen, ästhetischen und sogar spirituellen Aspekten zum Ziel gesetzt hat. Die Preisträger aus Sulz am Neckar kümmern sich als Ehrenamtliche um Erhalt und Förderung des prächtigen kommunalen Streuobstbestandes. Einen neuen, pfiffigen und auch wirtschaftlichen Weg zur naturschutzkonformen Pflege und Offenhaltung großflächiger Wiesen‐ landschaften auf dem Heuberg haben Bettina und Achim Schellenbaum mit ihrem Betrieb „MeiMecki‐ZiegenInvest“ entwickelt.   „Ohne dieses Engagement im ganzen Land wären viele der ökologisch besonders wichtigen Strukturen und Schönheiten unserer durch Bewirtschaftung entstande‐ nen Landschaft gefährdet oder bereits verschwunden“, betonte der Vorsitzende der Jury, Dr. Volker Kracht, bei der Bekanntgabe der Preisträger. Jeder der genannten Preisträger erhält ein Preisgeld von 1.500 Euro. Insgesamt be‐ trägt die Preissumme 10.500 Euro, die von der Sparkassenstiftung Umweltschutz und dem Sparkassenverband Baden‐Württemberg zur Verfügung gestellt wird. Überreicht werden die Auszeichnungen im Rahmen einer öffentlichen Veranstal‐ tung im Oktober 2019 in Rottenburg am Neckar. Ausführliche Informationen zu den aktuellen und allen bisherigen Preisträgern finden sich unter www.kulturland‐ schaftspreis.de .

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